DOWAS für Frauen

Zielgruppe:

Housing First bietet Wohnmöglichkeiten für fünf volljährige, alleinstehende Frauen (für die eines oder mehrere der folgenden Kriterien zutrifft):

  • die von Wohnungslosigkeit bedroht sind, in prekären Wohnverhältnissen leben, oder von akuter Obdach- und Wohnungslosigkeit betroffen sind.
  • die bereits langfristig oder von wiederholter Wohnungslosigkeit betroffen sind.
  • mit psychosozialem Unterstützungsbedarf: Aufgrund instabiler, psychosozial belastender Situationen (z.B. Trennung, Gewalterfahrung, Psychische Erkrankung, Suchterkrankung, Flucht, Arbeitslosigkeit).
  • die über ein Einkommen (z.B. Erwerbseinkommen, AMS-Bezug, Bedarfsorientierte Mindestsicherung, Pension) verfügen, welches die Finanzierung von Wohnkosten und Lebensbedarf ermöglicht.
  • deren Aufenthalt gesichert ist.
  • die einen niedrigen Grad an sozialer Inklusion aufweisen.
  • die über einen längeren Zeitraum kontinuierlichen Unterstützungsbedarf haben.

Die Zielgruppe lehnt sich dabei an die Definition des Arbeitskreises Psychisch Krank und Wohnungslos (AK PKW) an, die einen erhöhten Unterstützungsbedarf vorweist (psychisch krank und wohnungslos, akzeptierender Ansatz in Bezug auf Konsum von Suchtmitteln).

Keine Wohnmöglichkeit kann Frauen angeboten werden

  • bei selbst- oder fremdgefährdendem Verhalten
  • welche akut von Gewalt betroffen sind
  • mit hohem Pflegebedarf
  • mit hohem Dolmetschbedarf

Aufgrund des geschlechtsspezifischen Fokus des Vereins DOWAS für Frauen besteht für trans, inter oder non-binäre Personen ein individueller Klärungsbedarf.

Angebot:

  • Sozialarbeiterische Unterstützung von fünf Frauen in der eigenen Wohnung (Kontakt mit Ämtern und Institutionen, finanzielle und rechtliche Beratung, berufliche Orientierung und Arbeitssuche etc.)
  • Unterstützung bei der Wohnstabilität: langfristige Anmietung der Wohnungen (idealerweise Gemeindewohnungen) durch die Frauen - Übernahme des eigenen Mietvertrags
  • Psychosoziale Begleitung, um Gesundheit und Wohlbefinden zu stärken
  • Krisenintervention
  • Erweiterung der Handlungskompetenzen im Alltag
  • Förderung der Sozialen Inklusion

Grundprinzipien:

  • Wohnen ist ein Menschenrecht
  • Wohnstabilität und Existenzsicherung
  • Unterstützung setzt auf aktive Beteiligung, ohne Druck und Zwang – auf personenzentrierter Basis
  • Trennung von Wohnen und Unterstützung
  • Wahlfreiheit und Entscheidungsmöglichkeit in der Begleitung – eigene Verantwortungsübernahme
  • Recovery-Orientierung (Fokus auf psychischem und physischem Wohlergehen)
  • Harm Reduction (Reduzierung der schädlichen Folgen von Alkohol- und/oder Drogenkonsum)
  • Die Begleitung erfolgt so lange wie nötig - das Unterstützungsangebot bleibt bestehen
  • Bewohnerinnen können in der eigenen Wohnung verbleiben